Bandname:

Deep Thought

Gründungsjahr: 1993
Kontakt-Adresse:

 

c/o Marcel Oehler
CH-4055 Basel
++41 61 321 56 48

Genre(s): Progressive Metal | Rock / Hardrock
Heimatkanton:
  • Basel-Land
  • Basel-Stadt

Erste Schritte
1993-1995
Während Jahrmillionen hatte Deep Thought in den unendlichen Meeren schlummernder Progressive Rock Bands gelegen, bis zum Juni des Jahres 1993, kurz nachdem der Keyboarder Dominik Pfleghaar eine winzige Anzeige in einem Musikmagazin gelesen hatte. Ziemlich überrascht darob, dass sich überhaupt jemand auf seine Anzeige gemeldet hatte, nahm Marcel Oehler in der Folge seine Gitarre zur Hand und traf sich mit Dominik. Es stellte sich bald heraus, dass beide denselben Musikgeschmack hatten, und da beide noch keine Banderfahrung mitbrachten, beschlossen sie, dies nun zu ändern.


Deep Thought schwappte an die Oberfläche.
In den Sommermonaten verbrachten Dominik und Marcel zahlreiche Wochenenden mit Jam-Sessions in Dominiks Zimmer. Es dauerte aber nicht lange, da wünschten sie sich den Drumcomputer durch einen lebenden Schlagzeuger ersetzt und zudem sehnten sie sich nach einem Bassisten und einer gesangswilligen Person. Bei all den Wünschen drängte sich sofort auch das Verlangen nach einem geeigneten Übungsraum auf, denn sonst wären klaustrophobische Verhaltensstörungen wohl kaum mehr umgehbar gewesen.
Und so geschah es, dass den beiden ein Bandraum zur Miete feilgeboten wurde. Obwohl noch keine Spur von zukünftigen Musikern zu sehen gewesen war, packte das Duo die Gelegenheit beim Schopf und machte es sich in dem Raum gemütlich. Das pikante Detail am Rande: Wären diese Beiden eine Big-Band mit zwanzig Köpfen gewesen, ein Platzproblem hätte sich ihnen dadurch immer noch nicht gestellt. Und so verging das Jahr: zwei Freunde in einem dreiundfünfzig Quadratmeter grossen Raum, auf der Suche nach weiteren Musikern.
Im Frühling 1994 wirkte ein Drummer für wenige Monate mit; danach verging ein weiteres Jahr ohne Bandzuwachs. Schliesslich fand wiederum ein Schlagzeuger den Weg durch die Kellergänge: Es war Beat Hagmann, ein Freund von Marcel. Er mochte den Stil der bisher produzierten Stücke sehr gut und freute sich als neues Mitglied der Band, als zwei Monate darauf Raphael Schefold der Gruppe beitrat. Raphael war sowohl Marcel als auch Beat vom Studium her bekannt. Von dem Zeitpunkt an schmückte sich die Band mit dem Namen "Deep Thought"; in Anlehnung an jenen Computer in "Hitchhiker's Guide To The Galaxy", der nach langem Rechnen die Antwort gefunden hatte (42), wobei aber offenblieb, wie die Frage lauten musste.
Deep Thought hatte somit die Oberflächenspannung ganz überwunden und begann sich nun abzuheben von den unendlichen Meeren schlummernder Progressive Rock Bands.
Bis zum Jahresende hatte die Band acht arrangierte Songs im Repertoire, bestehend aus sechs Instrumentals und zwei Songs mit Beat als Sänger. Es folgte der erste Auftritt (unplugged) am 9. Dezember 1995, an der Party eines Freundes. Der erspielte Erfolg spendete Zuversicht und Motivation.

 

Aufbruch und Abbruch
1996-1997
Mit einem hauptsächlich aus Instrumentalstücken bestehenden Repertoire und nach dem ersten, erfolgreichen Auftritt fanden sich Deep Thought und der Sänger Hanspeter Olloz. Letzterer versah die Instrumentale mit begeisternden Texten und Gesangslinien. Deep Thought hatte die angestrebte Besetzung mit Keyboards, Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang erreicht. ProgRock, wir kommen!


Nach sehr produktiven Sommermonaten und der Aufnahme eines Demotapes trat Raphael aus Zeitgründen auf den Jahreswechsel zurück. Schlimmer noch, im Frühling verliess auch Beat die Band. Hmm, was machen dann Gitarrist und Keyboarder, wenn sie nur noch mit einem Sänger musizieren können? Richtig, sie trennen sich auch von diesem. Nach knapp vier Jahren waren Marcel und Dominik also wieder zu zweit - aber nicht am Ende!

 

Neuerlicher Neuaufbau
1997
Grob geschätzt 42 Tage nach dem Bruch hatte das Deep Thought-Rumpfteam seinen neuen Bassisten gefunden: Dominik Rudmann. Dankenswerterweise sprang zudem Martin Bammerlin als Temporärdrummer ein - für kurze Zeit nur, denn die Suche nach einem neuen Schlagzeuger war bald von Erfolg heimgesucht. Martin Altenbach komplettierte die Instrumentaltruppe und fügte sich sofort kreativ in den Schaffungsprozess ein. Die Songs wurden in der Folge zunehmend komplexer, aber auch die Liebe zum Detail wurde immer grösser.


Ende Jahr nahmen die Vier fünf ihrer Stücke im Übungsraum auf, welcher sich über die Jahre zum kleinen Studio gemausert hatte. Die resultierende, knapp 50-minütige Demo-CD wurde nach dem Titelstück Morphios benannt und enthielt nebst den fünf frisch eingespielten Stücken noch vier weitere der vorigen Besetzung Hagmann/Oehler/Pfleghaar/Schefold. Die Reaktionen auf Morphios waren sehr motivierend und zeigten auf, dass in der Region Basel das Interesse an Progressive Rock gar nicht so gering ist.

Vollständige Vollständigkeit
1998-2001
Im Frühling 1998 fand die Band schliesslich ihren idealen Frontmann. Patrick Merz überzeugte auf Anhieb mit Gesang, Poesie und Ideenreichtum. So dauerte es nicht lange, und aus der Phantasie-Wortkreation Morphios wurde jene Gewalt, die einem nächtelang den Schlaf zu verwehren vermag - nicht zu verwechseln mit Morpheus, dem griechischen Gott der Träume. Unschwer zu beweisen war nun: Deep Thought ist vollständig (im kommunen, nicht dem mathematischen, Sinne des Wortes).


Die ersten Aufnahmen mit überarbeitetem Songmaterial fanden im August 1998 statt: Das Resultat war eine zweite Edition der Demo-CD Morphios. Es folgten verschiedene Auftritte, worunter speziell die jährlichen Halloween-Konzerte Kultstatus erreichten. Eine weitere Demo-CD erschien im Jahre 2000: Shadows of the past enthielt 3 Songs bei einer Laufzeit von insgesamt 28 Minuten. Damit unterstrichen Deep Thought ihre Vorlieben für Stücke, denen Raum zur Entwicklung verschiedener Stimmungen gegeben wird, was naturgemäss etwas dauern kann...

Hänschen klein
2001-2004
Die Reaktionen auf Shadows of the past waren ermutigend. Dennoch war klar: Ein richtiges Album in ansprechender Audio-Qualität musste her. Wie beschlossen, so begonnen: Die Aufnahmen fanden in den Jahren 2001/2002 statt. Neben der Studioarbeit traten Deep Thought gelegentlich auch live in Erscheinung, unter anderem als Opener für Pendragon im Z7 (... es ist ein 11/8, und sie spielen es als wäre's Hänschen klein! - Urteil eines Kritikers).


Im Herbst 2002 erschien dann endlich die CD Somewhere in the dark, mit 72 Minuten randvoll (9 Tracks), vertrieben durch das renommierte ProgRock-Label Galileo Records. Gewidmet haben Deep Thought das Album dem kurz zuvor verstorbenen Douglas Adams; so long, and thanks for all the laughs! Die nicht-kommerzielle weltweite Resonanz auf den Erstling in ProgRock-Kreisen war überwältigend und überwiegend positiv!

Neben Live-, Radio- und Fernsehauftritten nahmen Deep Thought die Bauarbeiten für das nächste Projekt in Angriff. Codename: Top Secret! Da war aber nicht nur Sandstein; auch Granit, Lehm, Treibsand und sogar der berüchtigte quellende Gipskeuper kamen der Band vor den Pickel. Die Anzahl der vergossenen Schweissperlen pro Abschnitt variierten denn auch entsprechend stark - bis der Arbeitsschweiss vom apokalyptischen Angstschweiss verdrängt wurde: Martin, in der Zwischenzeit Profi-Drummer geworden, legte Ende 2004 seine Werkzeuge nieder und verliess Deep Thought aus nachvollziehbaren Gründen.

 
Licht am Ende des Tunnels?
2005
Glücklicherweise hat es bei Deep Thought eine gewisse Tradition, dass sich die Schlagzeuger quasi die Klinke in die Hand geben, sollte mal einer gehen. So auch in diesem Fall: Lukas Reinhard fügte sich nicht nur sofort gut in die bestehende Formation ein, auch ein frischer Wind wehte durch Bandraum und die dahinführenden Katakomben. Als wäre nichts gewesen schritten die Projekt-Bauarbeiten stetig fort. Und wenn sie nicht gestorben sind, ... nein HALT! Als Hobby-Musiker kommen Deep Thought vielleicht etwas langsam voran mit ihrem ambitionierten Projekt - aber war da vorne nicht ein kleiner Lichtschimmer? Etwas lichtamendedestunneliges? Langsam, aber sicher, kommen die Vogonen schon? Es wird gut!

 


 

 

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