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Taste of Tears: Once Human
Taste of Tears – Once Human
Die Schweiz ist bekannt für Käse mit Löchern, Sackmesser und Schoki. Bestimmt aber nicht für progressiven Deathmetal! Doch auch dieses Hochqualitätsprodukt können Schweizer oder besser gesagt Bündner liefern. Dies beweist die aus Chur stammende Band Taste of Tears – welche es schafft technisch solide Parts mit hymnischen Melodien zu kombinieren – und das alles mit der nötigen Prise Heavyness!

Progressive Deathmetal ist zugegeben nicht jedermanns Ding und nicht zwangsläufig Leichtkost. Gerade spätabends will man sich nicht unbedingt versiebenachteln oder verfünfzehnsechzehnteln, sondern eine gemütliche Vierviertel-Dröhnung! Taste of Tears schaffen allerdings den Zwitter eine musikalische Spannung aufzubauen, technisch anspruchsvolle Arrangements, feine Gitarren- und Basslinien mit durchgängig, coolem Groove zu kombinieren. Und dennoch, es bleibt Musik die wahrscheinlich hauptsächlich Musikern gefällt – so und nicht anders soll technisch anspruchsvolle Musik sein!

Das gesangliche Spektrum reicht von Deathmetalgrowls bis hin zu Cleanvocals welche stellenweise an Proghelden wie Communic erinnern – wenn auch nicht ganz so ausgereift wie die Stimmgewalt von Oddleif Stensland.
Taste of Tears liefern mit ihrem vierten Werk Once Human nicht nur ein solid produziertes, sondern auch äusserst experimentierfreudiges interessantes und abwechslungsreiches Werk ab für das ich den Hut ziehe! Mein persönliches Album-Highlight: Architects of Downfall!
Autor: K.Häni