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Carnal Decay: On top of the foodchain
Carnal Decay – On top of the foodchain

Mit Freuden und guten Erinnerungen an miterlebte Konzerte halte ich eine CD in der Hand und freue mich auf 35 Minuten brutalen Death Metal! Die Rede ist vom neuen Album von Carnal Decay Album „On top of the foodchain“. Mit ihrem dritten Longplay-Album mag die Band zwar nicht auf der Spitze der Deathmetal-Nahrungskette sein – bewegt sich aber deutlich in diese Richtung! Geboten werden 9 abwechslungsreiche Songs welche sich einerseits durch schnelle Nackenbrecher-Parts - anderseits durch groovig langsame Songstrukturen auszeichnen.
Textlich geht Shouter Michael Kern nicht gerade zimperlich mit dem menschlichen Dasein um und stellt unser Verhalten als Erdenbürger in Frage. Herrlich!! So zum Beispiel im Titelsong mit der Textzeile: „We are like a virus exploiting the foundation of our own existence“. Jawohl... Nebst der textlichen Versiertheit lässt sich das Album auch aus technischer Sicht mehr als sehen: Klare, aber nicht klinisch wirkende Aufnahmen, saubere Maschinengewehr-Blasts, coole Riffs und satte Basslines – wobei Letzeren etwas mehr Wumps nicht geschadet hätte... Aber für etwas gibt es ja eine Erfindung namens Subwoover...

Die 9 Songs erfinden das Rad des brutalen Death Metals nicht neu, setzen die Messlate der Muotathal-Musik nicht sonderlich höher – machen aber sowohl live wie auch auf CD definitiv sehr viel Spass. Gerade der Titelsong oder „Breaking down walls“ eignen sich hervorragend um sich nach einem langen Arbeitstag die Birne gepflegt wegzuballern – mit Deathmetal versteht sich... Und wem dies nicht passt, der soll doch bitte den letzten Song „Shut the fuck up“ persönlich nehmen! Danke!
Autor: K.Häni